Klmaschutzmanagement

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Klimaschutzmanagement in der Großen Kreisstadt Oelsnitz/Vogtl.


Energie- und Klimaschutzbelange sind ein integraler Bestandteil der Daseinsvorsorge einer Kommune

Im März 2026 hat die Stadt Oelsnitz/Vogtl. ein nachhaltiges Klimaschutzmanagement in der Stadtverwaltung implementiert, um die Kommune, ihre Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure bei den aktuellen und zukünftigen kommunalen Herausforderungen durch den Klimawandel aktiv zu begleiten. Das Klimaschutzmanagement wird über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) der Bundesregierung gefördert.

Bestandteile des Klimaschutzmanagements

Die Herausforderungen durch den Klimawandel kann die Stadt vor allem dann nachhaltig und zukunftsfähig gestalten, wenn sie aktiv und innovativ damit umgeht. Ein nachhaltiger Klimaschutz dient auch der Daseinsvorsorge und bietet Entwicklungschancen.

Als Grundlage hierfür soll das integrierte, städtische Klimaschutzkonzept dienen, welches die lokalen Rahmenbedingungen, Potenziale und Szenarien sowie konkrete Klimaschutzmaßnahmen formulieren wird. Es bildet die Grundlage für eine spätere Umsetzung der städtischen Klimaschutzbemühungen (Maßnahmen).

Im Rahmen des Fördervorhabens besteht die Hauptaufgabe des Klimaschutzmanagements darin, das integrierte Klimaschutzkonzept zu erarbeiten und zum Beschluss zu bringen. Dies umfasst auch die Beteiligung der relevanten, städtischen Akteure sowie die Information der Öffentlichkeit. Im Anschluss betreut es die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept und betreibt die Fördermittelakquise und -verwaltung.

Ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) ist ein strategischer Plan, mit dem Kommunen systematisch Maßnahmen zum Klimaschutz entwickeln und koordinieren. „Integriert“ bedeutet dabei, dass verschiedene Handlungsfelder zusammen gedacht werden – also nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern ein ganzheitlicher Ansatz.

Das IKK für die Große Kreisstadt Oelsnitz befindet sich aktuell in der Erstellung und soll im Spätsommer 2027 veröffentlicht werden.

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommune und Bildungseinrichtungen.

Integriertes Klimaschutzkonzept

Ein integriertes Klimaschutzkonzept ist ein umfassender Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene, der nur dann wirksam ist, wenn viele Akteure gemeinsam daran arbeiten.

Im März 2026 hat die Stadt Oelsnitz/Vogtl. ein nachhaltiges Klimaschutzmanagement in der Stadtverwaltung implementiert. Die Hauptaufgabe des hierbei tätigen Klimaschutzmanagers besteht in der Erarbeitung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) für die Große Kreisstadt Oelsnitz/Vogtl. in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren, den politischen Gremien, den Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren relevanten Stakeholdern der Stadt.

  • Was beinhaltet das integrierte Klimaschutzkonzept für Oelsnitz?

    Ziel eines Klimaschutzkonzepts

    Das Hauptziel ist es, Treibhausgasemissionen langfristig zu reduzieren und konkrete Wege aufzuzeigen, wie Klimaneutralität erreicht werden kann. Dafür werden:

    1. der aktuelle Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß analysiert,
    2. Einsparpotenziale identifiziert,
    3. konkrete Maßnahmen und Zeitpläne festgelegt.

    Zusätzlich dient das Konzept als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung und hilft, Fördermittel einzuwerben.

    Typischerweise umfasst es mehrere zentrale Bereiche:

    1. Energie & Gebäude (z. B. Energieeffizienz, erneuerbare Energien)
    2. Verkehr & Mobilität (z. B. ÖPNV, Radverkehr, Elektromobilität)
    3. Wirtschaft & Industrie (ressourcenschonende Produktion)
    4. Private Haushalte (Energieeinsparung, Konsumverhalten)
    5. Landnutzung & Umwelt (z. B. Wälder, Landwirtschaft)
    6. Kommunale Verwaltung (Vorbildfunktion, nachhaltige Beschaffung)

     

    Aufbau und Beschluss eines Klimaschutzkonzepts

    Das Klimaschutzkonzept besteht im Allgemeinen aus den folgenden Inhalten:

    1. Qualitative und Quantitative IST-Analyse
    • Akteursanalyse und Rückblick auf das bereits Geschehene
    • Energie- und Treibhausgasbilanz
    1. Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung
    • Aufbauend auf den Mindestzielen zur Treibhausgasreduktion, vorgeschrieben nach Bundesklimaschutzgesetz, werden, basierend auf den kommunalen Potenzialen und Einflussbereichen, Szenarien zur Reduktion ermittelt
    1. Strategieentwicklung
    • Definition von Klimaschutzstrategien, basierend auf der individuellen Ausgangssituation und den gesetzten Zeilen
    • Festlegung der Handlungsschwerpunkte
    1. Maßnahmenkatalog
    • Beinhaltet die Aktivitäten der kommunalen Akteure
    • Zeigt auf, wer was wann macht, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren
    • Geht auf alle Sektoren ein und berücksichtigt gleichzeitig die Einflussbereiche der Kommune
    • Wird von den Akteuren getragen.
    1. Controlling-Konzept
    • Zeigt auf, wie die Umsetzung gesteuert und kontrolliert wird
    • Grundlage der Erfolgskommunikation

    Ziel ist der Beschluss des Klimaschutzkonzepts sowie der erarbeiteten Maßnahmen durch die politischen Gremien zur darauffolgenden Umsetzung in der Kommune.

  • Wie können sich Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure am Klimaschutzkonzept beteiligen?

    Ein Klimaschutzkonzept lebt von Beteiligung. Typische Mitwirkungsmöglichkeiten sind:

    1. Bürgerbeteiligung (Workshops, Umfragen, Ideenplattformen)
    2. Zusammenarbeit mit Unternehmen und Vereinen
    3. Lokale Initiativen (z. B. Energiegenossenschaften, Nachbarschaftsprojekte)
    4. Eigene Beiträge im Alltag (Energie sparen, nachhaltige Mobilität)

    Durch diese Beteiligung entstehen praxisnahe Lösungen, die besser akzeptiert und umgesetzt werden.

    Über das Beteiligungsportal der Stadt Oelsnitz können interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure Kontakt zum Klimaschutzmanagement aufnehmen und Ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für den kommunalen Klimaschutz einbringen. Das Beteiligungsportal für den Bereich Klimaschutz ist hier abrufbar:
    LINK

    Eine weitere Möglichkeit zur Beteiligung wird durch das Klimaschutzmanagement bei lokalen Veranstaltungen, Ortsgesprächen, Teilnahmeaufrufen im Stadtanzeiger und der direkten Ansprache lokaler Akteure und Unternehmen geboten.

    Informieren Sie sich gerne regelmäßig auch hier auf der Website über Neuigkeiten, Beteiligungsmöglichkeiten und den aktuellen Stand der Erarbeitung des IKK.

  • Informationen zum aktuellen Arbeitsstand des IKK für Oelsnitz/Vogtl.

    Das IKK befindet sich aktuell in der Arbeitsphase 1, um die qualitative und quantitative IST-Analyse durchzuführen. Die Akteursbeteiligung zur inhaltlichen Ausgestaltung der Maßnahmen soll im zweiten Halbjahr 2026 beginnen. Ziel ist es, dass IKK im Sommer 2027 fertigzustellen und durch einen Beschluss des Stadtrates der Stadt Oelsnitz/Vogtl. legitimieren zu lassen, um die Maßnahmen in die Umsetzung bringen zu können.